2026 Tagung DGphil AG Philosophie des Digitalen
Technische Universität, Augustenstr. 40, München
1. Kurzbeschreibung und Leitthemen der Tagung
Digitale Techniken verändern mit zunehmender Geschwindigkeit und Wirkungsmacht die Art, wie wir unsere Welt gestalten, erleben und organisieren. Sie werden immer mehr Teil sozialer Praktiken, formen die medialen Perspektiven, durch die Menschen auf die Welt blicken, und treiben einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel voran. Die anfängliche Erwartung, dass digitale Technologien neue Erkenntnismöglichkeiten und Handlungsräume eröffnen, die zu besseren Lebensbedingungen beitragen, weicht zunehmend der Sorge, dass die neuen epistemischen Unsicherheiten und Überwachungs-, Kontroll- und Manipulationspotentiale unsere Erkenntnis- und Handlungsmöglichkeiten einschränken und möglicherweise sogar die Grundlagen unseres liberalen demokratischen Zusammenlebens untergraben.
Die Digitalisierung der Lebenswelt und tiefgreifende Mediatisierung der Gesellschaft[1] betrifft einerseits die geteilteWelt — also die Welt, in der wir leben, arbeiten und forschen. Der Einsatz digitaler Technologien kann Menschen zusammenbringen und Erkenntnismöglichkeiten und neue Perspektiven auf die Welt eröffnen. Paradoxerweise befeuert er auch gesellschaftliche Partikularisierungsprozesse und trennt womöglich auf Dauer mehr, als er verbindet. Neben der geteilten Welt betreffen die grundlegenden Veränderungen andererseits auch die mitgeteilte Welt — die Welt, über die und auf die wir uns immer schon medial verständigen.[2]
Die mit der zunehmenden Digitalisierung verbundenen Gefahren für die Erkenntnismöglichkeiten, Kommunikationsformen und die künftige Organisation des gesellschaftlichen Zusammenlebens werden in letzter Zeit verstärkt auch philosophisch untersucht.[3] Im Vordergrund steht dabei meist die Analyse der zahlreichen Auswirkungen digitaler Medien. Die empirisch signifikanten Phänomene der lebensweltlichen Effekte lassen sich dabei gut beschreiben und werden zu Recht immer wieder kritisch analysiert.[4] Die Veränderung bestehender Erkenntnismöglichkeiten, Interpretationsweisen und Handlungsmuster sowie deren Bedeutung für eine mögliche Zukunftsgestaltung werden hingegen deutlich seltener einer eingehenden Kritik unterzogen.
Zudem greifen die Erklärungen der aktuellen Veränderungen selbst auf traditionelle Modelle und Paradigmen im Sinne grundlegender Weltinterpretationen zurück, die oftmals die neue Qualität der ineinander verwobenen technologischen, gesellschaftlichen, machtpolitischen und erkenntnistheoretisch relevanten Effekte der aktuellen Entwicklungen nicht angemessen erfassen. „Ad-hoc“-Hypothesen,[5] wie beispielsweise die der „Bildungspolarisierung“ von „liberalen Eliten“ und einer „Unterschichtwahl“ nach der erneuten Wahl von Donald Trump,[6] greifen meist zu kurz und betreffen nur Teilbereiche. Kritische Überlegungen zur Digitalisierung, z.B. wie sie Demokratie unterminiert[7] und das Fortbestehen liberaler demokratischer Gesellschaftsordnungen gefährdet,[8] oder die Analyse neuer Formen deliberativer Praktiken in (mit)geteilten Welten,[9] sind zwar hilfreich, beschränken sich allerdings meist auf die Anwendung einer einzigen Herangehensweise und bringen nicht verschiedene und möglicherweise inkommensurable Perspektiven in einen Austausch. Die in der fortschreitenden Digitalisierung problematisch gewordenen konzeptionellen und begrifflichen Prämissen werden selbst kaum reflektiert. Gerade grundlegende philosophische Reflexionen darauf sind jedoch nötig für ein Aufzeigen positiver Gestaltungsmöglichkeiten.
Derartige grundlegende Reflexionen werden seit 2021 in der AG „Philosophie der Digitalität“ der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil) durchgeführt. Sie bietet eine Plattform, um die vielfältigen Forschungsarbeiten zur Digitalität im deutschsprachigen Raum zu bündeln und gemeinsam voranzutreiben. Die Möglichkeiten der Online-Arbeit sind durch mehrere monatliche Online-Treffen bereits ausgeschöpft. Bei vereinzelten persönlichen Zusammenkünften hat sich gezeigt, dass Präsenzveranstaltungen den Austausch entscheidend voranbringen. Besonders die Verbindung zwischen unterschiedlichen methodischen Herangehensweisen und das Verschränken verschiedener, aber überlappender Fragestellungen gelingen im persönlichen Austausch deutlich besser als online. Die geplante Tagung soll 2026 den Rahmen für einen solchen persönlichen Austausch bieten. Sie führt phänomenologische Beschreibungen mit begrifflicher Arbeit, theoretischen Analysen und normativen Überlegungen zusammen. Der Austausch über aktuelle Erklärungsweisen zugrunde liegender Paradigmen soll neue Perspektiven eröffnen, die aufzeigen, wie sich die Veränderungen der (mit)geteilten Welt durch die Digitalisierung positiv gestalten lassen.
Über den Austausch der Präsenzteilnehmenden hinaus ist die Tagung für die gesamte AG „Philosophie der Digitalität“ und die weitere Forschung zu diesem Thema richtungsweisend. Deshalb sollen die Beiträge in einem Special Issue der internationalen peer-review Open-Access-Zeitschrift Philosophy & Digitality erscheinen, die bereits zahlreiche Arbeiten von AG-Mitgliedern publiziert hat.[10]
Die Tagung bringt die in der AG „Philosophie der Digitalität“ hauptsächlich erforschten Perspektiven zum Thema Digitalität und (mit)geteilte Welt in einen Dialog, wie sie im Folgenden knapp umrissen werden.
Anthropologie/Ontologie:
Das tiefgreifende Zusammenspiel von Mensch und Technologie[11] spielt für die Handlungsfähigkeit von Menschen in der geteilten Welt eine konstitutive Rolle. Für die Vorstellung von Individualität westlicher Kulturen ist es eine enorme Herausforderung, wenn die Handlungsfähigkeit (agency) durch die Teilhabe an kollektiven Prozessen, eine geteilte Intentionalität (shared intentionality) oder gemeinschaftliche Praktiken (erst) performativ entsteht. Im Bereich der digitalen Commons und der Gemeinschaftlichkeit als Grundform der Digitalität[12] zeichnet sich dies in der geteilten Welt jedoch bereits ab.
- Was bedeutet geteilte Intentionalität in und für algorithmischen Umgebungen bzw. die menschliche Agency darin?
- Was bedeutet es, wenn Praktiken der Digitalität konstitutiv für Subjektivität und Personalität in der (mit)geteilten Welt werden?
- Ist der Fokus auf das Individuum als Akteur*in eine historisch-kontingente oder kulturell notwendige Perspektive?
Epistemologie
Das (semi)automatische Generieren von Text, Audio, Bildern und Videos trägt nicht nur zu einer Überflutung mit „Bullshit“[13] und „Slob“ bei und kann zu einer epistemischen Krise[14] bezüglich der (mit)geteilten Welt führen. Methoden der KI ermöglichen die Beeinflussung von Erkenntnis- und Wahrnehmungsprozessen, die schon durch soziale Medien stark verändert wurden.
- Wie beeinflusst und ermöglicht die Abkopplung der Inhalte digitaler Medien von der realen Lebenswelt die Möglichkeiten der Erkenntnisbildung in der (mit)geteilten Welt?
- Was bedeutet das Rationalitätsparadigma, in dem Menschen als rationale Akteure in einer geteilten Welt verstanden werden, unter den Bedingungen algorithmischer geregelter Mediatisierung?
- Welche Auswirkungen haben KI-Technologien auf die intersubjektive Konstitution von Wissen und Wahrheit (shared cognition) und wie lässt sich eine epistemische Ungerechtigkeit durch KI vermeiden?
Politische Philosophie/Sozialphilosophie
Technische Artefakte sind Bestandteile der (mit)geteilten Welt, insofern sind sie immer auch politisch. Das gilt nicht nur durch ihren Gebrauch, sondern bereits aufgrund ihres Designs.[15] Auch digitale Plattformen oder die KI sind keine neutralen Infrastrukturen für (demokratische) Praktiken, sondern materialisieren spezifische politische Ordnungsvorstellungen.[16] Ihre Paradigmen, wie etwa Individualisierung und Metrisierung, sind tief im Software-Code eingeschrieben.[17] Künftige Gestaltungsoptionen sind auch hier schon ansatzweise sichtbar, wie etwa in der Wikipedia, anhand freier Software (open source) oder der Plattform „Decidim.“[18]
- Wie lassen sich virtuelle Diskursräume gestalten, die einen öffentlichen Vernunftgebrauch und ein geteiltes Miteinander ermöglichen?
- Wie ist die Architektur digitaler Plattformen, sozialer Medien und der KI strukturiert? Wie materialisieren sich Paradigmen wie etwa Wettbewerb und individuelle Selbstoptimierung und wie ließen sich diese Strukturierungen beeinflussen?
- Welche Praktiken werden durch Plattform-Architekturen strukturell (un-)möglich gemacht?
Praktische Philosophie und Ethik
Die digitalen Technologien präformieren das Handeln in der Welt und sind hochgradig veränderbar. Ihre Gestaltung konzentriert sich in den Händen weniger Unternehmen. Hier besteht ein Spannungsfeld zur Forderung nach einem partizipativen Technikdesign, das zu einer Demokratisierung der Technologieentwicklung beitragen kann.[19]
- Welche gesellschaftlichen Akteure sollten Verantwortung für die Gestaltung der digitalen Architekturen der (mit)geteilten Welt tragen?
- Wie verantworten wir direkte Praktiken und Partizipation in den virtuellen Räumen der geteilten Welt und jenseits von Repräsentation?
- Dürfen oder sollen Bürger*innen (Co-)Designer*innen digitaler Infrastrukturen der (mit)geteilten Welt werden?
Sprachphilosophie
Noch gar nicht so alte Begriffe wie etwa „Gender,” „Relationale Ontologie” (Quantenphysik) und die Ausweitung von Begriffsverwendungen wie z. B. die des Begriffs „Ökosystem” zeigen, wie entwicklungsfähig eine sprachliche Erfassung der Phänomene der (mit)geteilten Welt sein muss, um sich verändernde Paradigmen einordnen und untersuchen zu können. Insbesondere die Anwendung von Begriffen auf digitale Technologien wie künstliche „Intelligenz“ führen oft zu mehr Verwirrung als Klärung. Auf der Tagung bemühen wir uns daher, Begrifflichkeiten zu schärfen, um neue Sichtweisen auf die Möglichkeiten der neuen Technologien für die (mit)geteilten Welt zu eröffnen.
- Wie spricht man über etwas, für das es noch keine etablierten Begriffe gibt, und wie vermeidet man, dass neue Begriffe zu leeren Signifikanten werden?
- Können Sprachpraktiken neue Realitäten der (mit)geteilten Welt schaffen?
- Wie sind Informationen und Mitteilungen im Verhältnis zur Sprache und zur Semantik oder Pragmatik zu verstehen?
Philosophie des Geistes und Phänomenologie
Gegenwärtige digitale Technologien erwecken häufig den Eindruck, sie würden verstehen, seien intelligent oder hätten womöglich sogar Bewusstsein. Auch wenn dies aus prinzipiellen Gründen nicht der Fall ist, so verändern digitale Technologien zumindest indirekt und oft absichtlich menschliches Wahrnehmen und Denken.
- Wie verändern digitale Technologien kognitive Fähigkeiten, z.B. durch „Augmentation“ oder auch „Deskilling“?
- Wie kann Bedeutung technologisch abgebildet und sozial anschlussfähig verändert werden?
- Wie kann die Untersuchung digitaler Technologien die philosophischen Diskussionen über die Begriffe des Bewusstseins und seinem Platz in der Welt neu fokussieren?
Theoretische Philosophie
Die grundlegenden Veränderungen der (mit)geteilten Welt durch digitale Technologien betreffen Themen, die in der Philosophie seit Jahrtausenden diskutiert und heutzutage oft unter dem Begriff der theoretischen Philosophie subsumiert werden. Einerseits erfahren grundlegende philosophische Überlegungen wie beispielsweise schon die Platos zur Veränderung des Wissens durch Schriftlichkeit neue Relevanz. Andererseits kann die Untersuchung neuer Entwicklungen auch ein neues Licht auf alte Fragen werfen.
- Was ist der Mensch und wie sind wir mit der intersubjektiv (mit)geteilten Welt verbunden?
- Inwieweit und zu welchem Zweck können der Mensch und die intersubjektiv (mit)geteilte Welt mit Zahlen modelliert werden?
- Welche Rolle spielen Werkzeuge und Techniken für die conditio humana und die (mit)geteilte Welt?
Struktur der Tagung
Die Tagung folgt in ihrer Struktur dem Ansinnen eines fruchtbaren Austauschs, der verschiedene Einsichten und Perspektiven zum Thema Digitalität und die (mit)geteilte Welt in einen Dialog bringt. In diesem Sinne werden die Vortragenden die Herausforderungen der (mit)geteilten Welt unter den Bedingungen der Digitalität aus epistemologischer, phänomenologischer, ethischer, ästhetischer, medientheoretischer und technikphilosophischer Perspektiven zur Diskussion stellen. Im Plenum werden die Beiträge jeweils gemeinschaftlich kritisch hinterfragt und auf die enthaltenen Weiterentwicklungsmöglichkeiten hin geprüft. Anstatt einfach Vorträge aufeinanderfolgen zu lassen, ordnet das geplante Programm daher die Vortragenden thematisch anhand der oben genannten Perspektiven in Themengruppen, in denen die Diskussion im Mittelpunkt steht. Weiterhin werden in eigenen Sektionen und den Pausen reichlich Möglichkeiten zum Austausch geschaffen.
Tagungsablauf
Anreise 09.09.2026 bis 18 Uhr, gemeinsames Abendessen (Selbstzahler) ab 18:30 Uhr.
Abreise 11.09.2026 ab 15:30 Uhr.
Organisator*innen
Dr. Christoph Durt
Dr. Alexander Klier
Dr.in Christiane Schöttler
[1] Andreas Hepp, Auf dem Weg zur digitalen Gesellschaft: Über die tiefgreifende Mediatisierung der sozialen Welt, 1st ed (Herbert von Halem Verlag, 2021), doi:10.1453/9783869625959.
[2] Nick Couldry and Andreas Hepp, Die mediale Konstruktion der Wirklichkeit: Eine Theorie der Mediatisierung und Datafizierung, 1st ed. 2023 (Springer Fachmedien Wiesbaden, 2023), doi:10.1007/978-3-658-37713-7.
[3] Rainer Mühlhoff, Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus: Was bedeutet das alles? (Reclam Verlag, 2025); Mark Coeckelbergh, Why AI Undermines Democracy and What to Do about It (Polity, 2024); Ziad Mahayni, with Rainer Völker, Mensch-Sein im Zeitalter Künstlicher Intelligenz, 1. Auflage (Kohlhammer Verlag, 2025).
[4] Cf. Nicole Curato and others, ‘Twelve Key Findings in Deliberative Democracy Research’, Daedalus, 146.3 (2017), pp. 28–38, doi:10.1162/DAED_a_00444; Tarleton Gillespie, Custodians of the Internet: Platforms, Content Moderation, and the Hidden Decisions That Shape Social Media (Yale University Press, 2018), doi:10.12987/9780300235029; Hélène Landemore, ‘Open Democracy and Digital Technologies’, in Digital Technology and Democratic Theory, ed. by Lucy Bernholz, Hélène Landemore, and Rob Reich (University of Chicago Press, 2021), pp. 62–89
[5] Michael Kuhn, Technische Fiktionen: Zur Ontologie und Ethik der Gestaltung, Edition panta rei, 1st edn (transcript Verlag, 2023), doi:10.14361/9783839469521; Cf. auch Thomas S. Kuhn, Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, trans. by Hermann Vetter, Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft, 25, Zweite revidierte und um das Postskriptum von 1969 ergänzte Auflage, 27. Auflage (Suhrkamp, 2023); Kristin Lunz Trujillo and Zack Crowley, ‘Symbolic versus Material Concerns of Rural Consciousness in the United States’, Political Geography, 96 (2022), p. 102658, doi:10.1016/j.polgeo.2022.102658.
[6] Michael Podhorzer, ‘The Limits of Education Essentialism’, Analysen, Weekendreading, 8 June 2023
[7] Coeckelbergh, Why AI Undermines Democracy and What to Do about It.
[8] vgl. Stephen E. Hanson and Jeffrey Kopstein, The Assault on the State: How the Global Attack on Modern Government Endangers Our Future(Polity Press, 2024).
[9] Cf. Hartmut Rosa, Beschleunigung und Entfremdung: Entwurf einer kritischen Theorie spätmoderner Zeitlichkeit, trans. by Robin Celikates, 10. Auflage (Suhrkamp, 2024).
[10] https://journals.ub.uni-koeln.de/index.php/phidi/index
[11] Werner Rammert, ‘Die Pragmatik Des Technischen Wissens Oder: „How To Do Words With Things“’, in Technologisches Wissen, ed. by Klaus Kornwachs (Springer Berlin Heidelberg, 2010), pp. 37–59 (p. 2), doi:10.1007/978-3-642-14372-4_3.
[12] Felix Stalder, Kultur der Digitalität, 2nd edn (Suhrkamp, 2017).
[13] Harry G. Frankfurt, On Bullshit (Princeton University Press, 2009), doi:10.1515/9781400826537.
[14] Anna Strasser, ‘Why a Careless Use of AI Tools May Contribute to an Epistemological Crisis’, Philosophy & Digitality, 2.1 (2025), pp. 78–96, doi:10.18716/PD.V2I1.11662.
[15] Langdon Winner, ‘Do Artifacts Have Politics?’, Daedalus, 109.1 (1980), pp. 121–36
[16] Kate Crawford, Atlas of AI: Power, Politics, and the Planetary Costs of Artificial Intelligence (Yale University Press, 2021).
[17] Audrey Watters, ‘Driverless Ed-Tech: The History of the Future of Automation in Education’, Hack Education, 30 March 2017
[18] Xabier E. Barandiaran and others, Decidim, a Technopolitical Network for Participatory Democracy: Philosophy, Practice and Autonomy of a Collective Platform in the Age of Digital Intelligence, SpringerBriefs in Political Science (Springer Nature Switzerland, 2024), doi:10.1007/978-3-031-50784-7.
[19] Alexander Klier, ‘Virtuelle Räume als Medium der Wir-Intentionalität’, in Digitale Aufklärung, ed. by Jonathan Geiger, Gabriele Gramelsberger, and Christian Schröter, philosophia digitalis (Brill | mentis, 2026).